Portoferraio von den Römern bis Napoleon… und die Naturschönheit

Das “Acquamarina” ist ein Hotel in Portoferraio, im nördlichen Teil der Hauptstadt Elba’s, im meeresbiologischen Bereich von Portoferraio und Scoglietto. Aber lassen Sie uns etwas mehr über Portoferraio und sein Land sehen.

Der Zauber beginnt schon, wenn die Fähre in den Hafen von Portoferraio einfährt, dicht an dem großen Leuchtturm auf dem Felsen Grigolo vorbei, dem stillen Wächter vor der Bucht. Die Burg Volterraio ragt auf der anderen Seite zur Verteidigung der Insel auf.

Sie ist die älteste Festungsanlage auf Elba, die schon in den Zeiten der Etrusker errichtet und später zur Verteidigungsstation für die ganze Insel ausgebaut wurde: Sie wurde nie von den türkischen Piraten erobert, die in der Mitte des 16. Jahrhunderts mehrfach die Insel plünderten.

Die Etrusker und anschließend die Römer wurden durch die Bodenschätze des Gebiets reich, und der römische Name „Fabricia“ (von den Metallfabriken), der mittelalterliche „Ferraia“, später Portoferraio legen davon Zeugnis ab. Die Römer bauten nicht nur die Bodenschätze ab, sondern erkannten auch die zahllosen Vorzüge der Landschaft: Sie entdeckten den heilenden Fango und den hervorragenden Wein – Plinius bezeichnete Elba als „Insel des guten Weines“. In den archäologischen Museen in Portoferraio und Marciana kann man die im Meer aufgefundenen Amphoren bewundern, die vom blühenden Handel in der Vergangenheit erzählen.

Die imposanten Mediceischen Bastionen, die die Stadt mit der geschützten, ruhigen Darsena umringen, heißen die ankommenden Gäste in Portoferraio willkommen. Bei genauem Hinsehen erkennt man die einzelnen Festungen, die Cosimo de Medici errichten ließ – Forte Falcone, Forte Stella und Forte della Linguella – innerhalb einer Stadtmauer, die damals als „uneinnehmbar“ galt.

Die historische Cosmopolis, die von Cosimo de Medici gewünscht und 1548 begründet wurde, war als Militärstadt gedacht und erbaut mit dem präzisen Zweck, das Tyrrhenische Meer von Piraten zu befreien und damit für Kaufleute sicherer zu machen. Sie galt als Schmuckstück der Ingenieurskunst und einzigartige Zuflucht für die Schiffe im Mittelmeer. Während der Einfälle der Piraten konnte sie einen Großteil der Inselbevölkerung aufnehmen. Seit 1548 bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wurden ihre Verteidigungsanlagen ständig ausgebaut und verbessert; in der so genannten "Landfront" wurde sogar ein schiffbarer Kanal angelegt. Er verband die Hafenbucht (wo heute die Fähren anlegen) mit Ghiaie-Strand, so dass die Stadt zu einer befestigten Insel wurde; er wurde 1925 zugeschüttet, um die Erweiterung der Stadt außerhalb der Stadtmauer zu ermöglichen, aber das Gebiet, durch das die Verbindungsstraße von der Alt- zur Neustadt führt, heißt noch heute „Il Ponticello“, also die Brücke. Der Name erinnert an das historische Portoferraio, das heute nicht mehr existiert, aber vielen noch im Herzen geblieben ist.

Viele Touristen sehen Portoferraio bei ihrer Ankunft auf Elba als schlichte Anlegestelle, aber wenn man den Blick nach oben richtet, wird einem klar, dass hier jeder Winkel von der Geschichte geprägt ist. In den 9 Monaten seines Exils auf Elba wurde Napoleon von den Insulanern begeistert aufgenommen. Er beschloss, eine Residenz zwischen Forte Stella und Forte Falcone umzubauen, wo er sich aufhielt und einen kleinen Hofstaat mit seinem Gehabe, den Kleidern und den Lieblingsobjekten aus Paris mitbrachte. Die Stadt Portoferraio war nie wieder so kokett und lebhaft mit ihrem Treiben von Künstlern, Malern, Musikern. Er ließ ein kleines Theater bauen, führte Innovationen ein und organisierte die Stadt neu. Er schenkte ihr eine Fahne mit drei Bienen, die die Betriebsamkeit der Bewohner von Elba symbolisierte und die noch heute überall auf unserer Insel flattert.

Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der Eisenabbau in den Bergwerken der Insel und es entstanden Hochöfen, die das Eisenerz zu Stahl verarbeiteten. Durch die Nähe zum Hafen veränderte sich Portoferraio und wurde zu einer modernen, industrialisierten Stadt. Der Hafen wurde für den zunehmenden Schiffsverkehr erweitert, es wurden lange Molen gebaut, so dass die Schiffe das Mineral laden konnten. So entstand das moderne Portoferraio, aber das war nicht die letzte Revolution: Nach den heftigen Bombardements, die einige der schönsten Gebäude in Portoferraio für immer auslöschten, wurden die Stahlwerke geschlossen, und Elba entdeckte seine touristische Berufung mit seiner einzigartigen, vielfältigen und schönen Landschaft. Und wieder wurde Portoferraio mit seinen Hafenanlagen zur idealen Anlegestelle.

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